CBD für die Katze

Was ist CBD? 
CBD, auch Cannabidiol genannt, wird aus der Cannabispflanze gewonnen. Durch ein spezielles Isolationsverfahren werden verschiedene Cannabinoide aus der Hanfpflanze extrahiert. Das Tetra-Hydrocannabinol (THC), das als berauschender Bestandteil der Pflanze bekannt ist, wird dabei bis auf einen Wert von weniger als 0,2% herausgelöst, um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. 

Was ist der Unterschied zwischen THC und CBD? 
Vereinfacht gesagt wirkt THC im Kopf, CBD auf den Körper. 
THC (Tetra-Hydrocannabinol) ist eines von vielen Cannabinoiden, die in der Hanfpflanze vorkommen. THC dockt an die Nervenzellen im Gehirn an. Sobald es im Gehirn wirkt, wird das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet. THC macht high, aber auch müde und schlapp und kann Angst und Paranoia auslösen. 
CBD-Öl ist legal, da CBD im Gegensatz zu THC kein Suchtmittel ist und nicht das Bewusstsein verändert.

Worauf ist bei CBD-Öl für die Katze zu achten? 
Für Katzen verwendet man immer CBD-Isolat, kein Vollextrakt! Im herkömmlichen CBD-Öl sind Terpene, Flavonoide, geringe Mengen von THC und weitere Stoffe enthalten, die Katzen nicht verstoffwechseln können und sogar zu Vergiftungserscheinungen führen können. Daher verwendet man für Katzen ein spezielles CBD-Öl in Reinsubstanz (Isolat). Weiters sollte das Träger-Öl frei von ätherischen Ölen sein. Zusätzlich sollte es L-Tryptophan enthalten. Darüber hinaus sollte auf die Herkunft der Rohstoffe geachtet werden: sie sollten aus biologischem Anbau stammen und pestizid-, herbizid- und fungizidfrei sein.

Wie wirkt CBD?
Alle Menschen und Tiere haben im Körper ein endocannabinoides System. Überall im Körper sind Rezeptoren für Cannabis (CB1 und CB2) vorhanden, die unterschiedliche Systeme bespielen. Im Zentralnervensystem beeinflussen sie unter anderem die Bewegungskoordination, die Wahrnehmung, das Schmerzempfinden und den Schlaf. Im peripheren Nervensystem beeinflussen sie das Entzündungsgeschehen und es führt zu Entspannung, weil die Erregungsweiterleitung verlangsamt wird.
Auch Serotonin gehört zum endocannabinoiden System. Dieses sogenannte Glückshormon wird durch Andocken an die Rezeptoren aktiviert und bewirkt Stress- und Angstreduktion. 
Speziell bei der Katze unterstützt die Zufuhr von L-Tryptophan das Wohlbefinden. L-Tryptophan ist eine Aminosäure, die über die Nahrung aufgenommen und im Gehirn zu Serotonin umgewandelt wird. Es ist in Fleisch, Nüssen und in verschiedenen Pflanzen enthalten. Kohlehydrate würden die Aufnahme des L-Tryptophan begünstigen, was aber dem natürlichen Ernährungsplan einer Katze widerspricht, weshalb ein spezielles CBD-ÖL für Katzen entwickelt wurde, das L-Tryptophan enthält. 
Wenn der Körper im Gleichgewicht ist, ist das endocannabinoide System dafür (mit)verantwortlich. Sind wir im Ungleichgewicht, weil wir Stress haben, krank sind oder Schmerzen haben, schickt der Körper ein körpereigenes Cannabinoid (sog. Anandamid von Sanskrit ananda = Glückseligkeit) los, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Leider ist dieses körpereigene Cannabinoid nur 4 Stunden aktiv, wohingegen ein Cannabis von der Hanfpflanze bis zu 12 Stunden aktiv ist. Kann also der eigene Körper nicht genug davon produzieren, ist es möglich und hilfreich, Cannabinoid von außen unterstützend zuzuführen.

Ist CBD ein Wundermittel?
CBD kann bei unterschiedlichsten Beschwerden unterstützend eingesetzt werden. CBD kann Schmerzen lindern, Entzündungen hemmen und bei Ängsten beruhigend wirken. Seine krampflösenden Eigenschaften wirken sich positiv auf das körperliche Wohlbefinden, den Gemütszustand und einen erholsamen Schlaf aus. Es kann viele Symptome lindern und den Fortschritt von Erkrankungen eindämmen. 
Es ist aber kein Allheil- bzw. Wundermittel und ersetzt niemals die Konsultation Ihres Tierarztes, besonders, wenn es um die Kombination mit Arzneimitteln geht. Jedenfalls sollte ein Abstand von zwei Stunden zwischen den Einnahmen eingehalten werden, damit es nicht zu Wechselwirkungen kommen kann. Zudem sollten trächtige und säugende Tiere kein CBD erhalten. Je nach Krankheitsbild und Symptomen ist die Dosierung auf den jeweiligen Patienten abzustimmen. Prinzipiell beginnt man mit der niedrigsten Dosis und kann diese je nach Bedarf anpassen.

Hat CBD Nebenwirkungen? 
Sachgemäß angewendet hat CBD keine nennenswerten Nebenwirkungen, es kann aber zu kurzzeitigem Durchfall, Erbrechen und verstärkt auftretender Beruhigungswirkung kommen. Manche Tiere werden deutlich agiler, wenn CBD-Öl verabreicht wird. Hier kann ein Tropfen mehr schon ausschlaggebend sein, damit Tiere entspannter werden. 

Gibt es einen Gewöhnungseffekt bei CBD? 
CBD macht weder abhängig, noch tritt ein klassischer Gewöhnungseffekt ein, wonach sich der Körper daran gewöhnt und immer höhere Dosen verabreicht werden müssen, damit eine Wirkung erzielt wird. Dies ist bei CBD nicht der Fall. Die Dosis kann sogar zwischenzeitlich reduziert werden, wenn keine akuten Beschwerden bestehen, und bei Bedarf wieder erhöht werden. 

 

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