Stressfrei in die Tierarztpraxis

Warum ist der Tierarztbesuch überhaupt stressig für Katzen?

Katzen sind sehr revierbezogen und fühlen sich dort am Wohlsten. Das heißt umgekehrt, dass es zu Unwohlsein durch Unsicherheit kommt, wenn man sie aus der gewohnten Umgebung reißt und in die Transportbox steckt. Normalerweise würden sie auf diese Reaktion mit Flucht reagieren, was nicht möglich ist. Darüber hinaus hat die Katze Angst, weil sie nicht weiß, was nun mit ihr geschieht, selbst wenn Sie es ihr noch so lieb erklären, dass Sie mit ihr nur schnell zum Tierarzt / zur Tierärztin gehen und in spätestens einer Stunde wieder zurück seid.

Der Tierarztbesuch ist aber meist nicht nur für die Katze aufregend. Auch die meisten Besitzer sind nervös: geht mir die Katze heute anstandslos in die Transportbox? Wird sie sich brav untersuchen lassen? Ist hoffentlich alles in Ordnung? Versuchen Sie, ruhig zu bleiben, denn Ihre Anspannung überträgt sich auf die Katze!

Wie die Katze schon zuhause auf den Tierarztbesuch vorbereitet werden kann:

Sie können zuhause die bevorstehende Untersuchung üben. Was im ersten Moment lustig klingt und an die Kindheit erinnert, als wir doch nur zu gern mit unserem Plastikstethoskop unsere Puppen abgehört haben, hat große Wirkung. Die Katze gewöhnt sich dadurch, an Ohren, Pfoten und Bauch angefasst zu werden und mit etwas Übung können Sie auch ihr Maul öffnen. Wiederholen Sie diese Untersuchung immer wieder und es wird Ihrer Katze viel Stress nehmen, wenn Sie schließlich vom Tierarzt / von der Tierärztin untersucht wird.

Mit der Selbstuntersuchung können Sie außerdem schnell erkennen, wenn mit Ihrer Katze etwas nicht so ist wie immer und der Gang zum Tierarzt / zur Tierärztin notwendig sein könnte:

  • Ohren: Sind Verunreinigungen erkennbar? Diese deuten oft auf ein Krankheitsbild hin.

  • Augen: Sind sie schön klar oder tränen sie, ist ein Ausfluss erkennbar oder sind sie gar verklebt?

  • Nase: Ist sie nicht wie üblich leicht feucht und kühl? Ist etwa Nasenausfluss erkennbar?

  • Zähne: Sind Ablagerungen auf den Zähnen und/oder Rötung am Zahnfleisch erkennbar? Hat Ihre Katze Mundgeruch?

  • Gewicht: Ist das Gewicht Ihrer (ausgewachsene) Katze gleichbleibend? Schwankungen in beide Richtungen sind verdächtig!

  • Feuchtigkeit: Nimmt Ihre Katze genug Flüssigkeit zu sich? Machen Sie den Test: nehmen Sie dazu Haut im Schulterbereich zwischen zwei Finger und ziehen Sie vorsichtig daran. Die Haut sollte bei einer ausreichend mit Flüssigkeit versorgten Katze nach dem Loslassen umgehend in die Ausgangsposition zurückkehren. 

  • Fell: Ist es weich und glänzend? Ein struppiges, dumpfes Fell kann auf eine Krankheit hindeuten.

  • Körpertemperatur: Normalwerte bei der Katze liegen zwischen 38 und 39,3°C.

  • Schleimhäute: sie sollten rosarot sein und die Kapillarfüllungszeit unter 2 Sekunden sein, dh man drückt mit dem Daumen auf die Maulschleimhaut und bei Loslassen sollte die rosarote Farbe nach weniger als 2 Sekunden wiederkehren.

  • Atemfrequenz: normal sind 20-40 Atemzüge in der Minute. Hecheln ist bei Katzen nie normal!!

  • Herzfrequenz: 80-120 Schläge pro Minute in Ruhe sind normal.


Die Transportbox sollte nicht kurz vor Abfahrt aus dem Keller geholt werden, sondern schon Tage davor in den Alltag integriert werden. So nimmt sie den gewohnten Geruch an und es kann das Einsteigen geübt werden, indem Sie die Box der Katze schmackhaft machen. 

Denken Sie daran, eine weiche Decke in die Box zu breiten, die ebenso den bekannten Geruch trägt. 

Die Transportbox sollte übrigens sauber sein und keine Schäden aufweisen, damit Ihre Katze darin sicher ist. Denken Sie bitte auch daran, dass die Box so groß sein soll, dass die Katze bequem darin liegen kann. Wenn Sie eine Box für die neuen Kitten anschaffen, wählen Sie gleich ein größeres Modell, damit es auch später noch passt, wenn die Katze ausgewachsen ist. Achten Sie darauf, dass man die Haube abnehmen kann, denn das ermöglicht bei besonders ängstlichen Katzen, dass sie für die Untersuchung nicht herausgehoben werden müssen, sondern meistens gleich sitzen bleiben können. Auch bietet eine Transportbox, die sich nicht nur seitlich, sondern auch oben öffnen lässt, viele Vorteile. 


Nehmen Sie eine zusätzliche Decke mit dem bekannten Geruch zum Tierarzt / zur Tierärztin mit. Decken Sie damit die Box ab, egal, ob Sie zu Fuß oder mit dem Auto anreisen. Sollten Sie die Katze mit dem Auto transportieren, wird es Ihnen und Ihrer Katze viel Stress nehmen, wenn Sie mit der Katze im Vorfeld kurze Strecken fahren. Denken Sie bitte immer daran, die Transportbox im Auto mit Gurte zu sichern.


Wie die Katze die Zeit im Wartezimmer möglichst angenehm verbringt:

Lassen Sie die Box mit der mitgebrachten Decke zugedeckt. Das schützt vor neugierigen Blicken anderer wartender Zwei- und Vierbeiner und überdeckt die fremden Gerüche, die dort auf Ihre Katze zukommen werden.

Stellen Sie die Box niemals auf den Boden, sondern immer erhöht ab. Wenn kein freier Stuhl zur Verfügung steht, behalten Sie sie auf dem Schoß. So bringen Sie Ihre Katze auf Augenhöhe mit Hunden und Kindern, die in einem unbemerkten Augenblick zu nah kommen könnten.


Wie Sie im Behandlungszimmer Stress vermeiden können:

Im Idealfall wird Ihnen schon zu Beginn angeboten, die Transportbox auf dem Behandlungstisch, also wiederum erhöht, abzustellen. Nehmen Sie die Decke von der Box, damit die Katze ihre Umgebung abchecken kann. Lassen Sie die Decke aber in der Nähe, damit der gewohnte Geruch erhalten bleibt.

Der / Die verantwortungsbewusste Tierarzt / Tierärztin nimmt sich Zeit für Sie. Er / Sie wird zunächst nur die Türe der Transportbox öffnen und Ihrer Katze die Gelegenheit geben, eigenständig aus der Box zu kommen, während er/sie mit Ihnen den Grund Ihres Besuchs bespricht. Der Behandlungsraum sollte ohnehin katzensicher sein und Fenster sowie Türen geschlossen sein. Manche Katzen bleiben lieber in ihrer sicheren Box, während andere es gar nicht erwarten können, die neue Umgebung zu erkunden und zu beschnuppern. Letzteres sollte man ein paar Minuten zulassen, denn auch das entstresst die Situation.

Eine jährliche Kontrolluntersuchung dauert meist nur wenige Minuten. Mit geübten Handgriffen werden Augen, Ohren, Maulraum inklusive Zähne kontrolliert, Herz und Lunge abgehört, der Bauchraum abgetastet, Fieber gemessen und zuletzt bei Bedarf die Spritze verabreicht. Sodann ist alles schon wieder überstanden und es geht wieder zurück in die Box und nach Hause.


Nach dem Tierarztbesuch - endlich wieder daheim

Auch wenn sich die Katze noch so kooperativ gezeigt hat, war der Tierarztbesuch eine aufregende Situation für sie, daher sollten Sie, zuhause angekommen, die Boxentüre öffnen und die Katze erstmal in Ruhe lassen, bis sie von sich aus wieder den Kontakt sucht.

Vorsicht ist im Mehrkatzenhaushalt geboten, wenn nicht die ganze Bande in der Tierarztpraxis war, denn die Katze bringt fremde Gerüche von draußen mit und könnte daher angefeindet werden. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Katze zunächst in einem separaten Raum „ankommen“ zu lassen und ein bisschen Zeit verstreichen lassen, damit sie den gewohnten Geruch wieder annehmen kann.

 

Stressfrei in die Tierarztpraxis

Warum ist der Tierarztbesuch überhaupt stressig für Katzen?

Katzen sind sehr revierbezogen und fühlen sich dort am Wohlsten. Das heißt umgekehrt, dass es zu Unwohlsein durch Unsicherheit kommt, wenn man sie aus der gewohnten Umgebung reißt und in die Transportbox steckt. Normalerweise würden sie auf diese Reaktion mit Flucht reagieren, was nicht möglich ist. Darüber hinaus hat die Katze Angst, weil sie nicht weiß, was nun mit ihr geschieht, selbst wenn Sie es ihr noch so lieb erklären, dass Sie mit ihr nur schnell zum Tierarzt / zur Tierärztin gehen und in spätestens einer Stunde wieder zurück seid.

Der Tierarztbesuch ist aber meist nicht nur für die Katze aufregend. Auch die meisten Besitzer sind nervös: geht mir die Katze heute anstandslos in die Transportbox? Wird sie sich brav untersuchen lassen? Ist hoffentlich alles in Ordnung? Versuchen Sie, ruhig zu bleiben, denn Ihre Anspannung überträgt sich auf die Katze!

Wie die Katze schon zuhause auf den Tierarztbesuch vorbereitet werden kann:

Sie können zuhause die bevorstehende Untersuchung üben. Was im ersten Moment lustig klingt und an die Kindheit erinnert, als wir doch nur zu gern mit unserem Plastikstethoskop unsere Puppen abgehört haben, hat große Wirkung. Die Katze gewöhnt sich dadurch, an Ohren, Pfoten und Bauch angefasst zu werden und mit etwas Übung können Sie auch ihr Maul öffnen. Wiederholen Sie diese Untersuchung immer wieder und es wird Ihrer Katze viel Stress nehmen, wenn Sie schließlich vom Tierarzt / von der Tierärztin untersucht wird.

Mit der Selbstuntersuchung können Sie außerdem schnell erkennen, wenn mit Ihrer Katze etwas nicht so ist wie immer und der Gang zum Tierarzt / zur Tierärztin notwendig sein könnte:

  • Ohren: Sind Verunreinigungen erkennbar? Diese deuten oft auf ein Krankheitsbild hin.

  • Augen: Sind sie schön klar oder tränen sie, ist ein Ausfluss erkennbar oder sind sie gar verklebt?

  • Nase: Ist sie nicht wie üblich leicht feucht und kühl? Ist etwa Nasenausfluss erkennbar?

  • Zähne: Sind Ablagerungen auf den Zähnen und/oder Rötung am Zahnfleisch erkennbar? Hat Ihre Katze Mundgeruch?

  • Gewicht: Ist das Gewicht Ihrer (ausgewachsene) Katze gleichbleibend? Schwankungen in beide Richtungen sind verdächtig!

  • Feuchtigkeit: Nimmt Ihre Katze genug Flüssigkeit zu sich? Machen Sie den Test: nehmen Sie dazu Haut im Schulterbereich zwischen zwei Finger und ziehen Sie vorsichtig daran. Die Haut sollte bei einer ausreichend mit Flüssigkeit versorgten Katze nach dem Loslassen umgehend in die Ausgangsposition zurückkehren. 

  • Fell: Ist es weich und glänzend? Ein struppiges, dumpfes Fell kann auf eine Krankheit hindeuten.

  • Körpertemperatur: Normalwerte bei der Katze liegen zwischen 38 und 39,3°C.

  • Schleimhäute: sie sollten rosarot sein und die Kapillarfüllungszeit unter 2 Sekunden sein, dh man drückt mit dem Daumen auf die Maulschleimhaut und bei Loslassen sollte die rosarote Farbe nach weniger als 2 Sekunden wiederkehren.

  • Atemfrequenz: normal sind 20-40 Atemzüge in der Minute. Hecheln ist bei Katzen nie normal!!

  • Herzfrequenz: 80-120 Schläge pro Minute in Ruhe sind normal.


Die Transportbox sollte nicht kurz vor Abfahrt aus dem Keller geholt werden, sondern schon Tage davor in den Alltag integriert werden. So nimmt sie den gewohnten Geruch an und es kann das Einsteigen geübt werden, indem Sie die Box der Katze schmackhaft machen. 

Denken Sie daran, eine weiche Decke in die Box zu breiten, die ebenso den bekannten Geruch trägt. 

Die Transportbox sollte übrigens sauber sein und keine Schäden aufweisen, damit Ihre Katze darin sicher ist. Denken Sie bitte auch daran, dass die Box so groß sein soll, dass die Katze bequem darin liegen kann. Wenn Sie eine Box für die neuen Kitten anschaffen, wählen Sie gleich ein größeres Modell, damit es auch später noch passt, wenn die Katze ausgewachsen ist. Achten Sie darauf, dass man die Haube abnehmen kann, denn das ermöglicht bei besonders ängstlichen Katzen, dass sie für die Untersuchung nicht herausgehoben werden müssen, sondern meistens gleich sitzen bleiben können. Auch bietet eine Transportbox, die sich nicht nur seitlich, sondern auch oben öffnen lässt, viele Vorteile. 


Nehmen Sie eine zusätzliche Decke mit dem bekannten Geruch zum Tierarzt / zur Tierärztin mit. Decken Sie damit die Box ab, egal, ob Sie zu Fuß oder mit dem Auto anreisen. Sollten Sie die Katze mit dem Auto transportieren, wird es Ihnen und Ihrer Katze viel Stress nehmen, wenn Sie mit der Katze im Vorfeld kurze Strecken fahren. Denken Sie bitte immer daran, die Transportbox im Auto mit Gurte zu sichern.


Wie die Katze die Zeit im Wartezimmer möglichst angenehm verbringt:

Lassen Sie die Box mit der mitgebrachten Decke zugedeckt. Das schützt vor neugierigen Blicken anderer wartender Zwei- und Vierbeiner und überdeckt die fremden Gerüche, die dort auf Ihre Katze zukommen werden.

Stellen Sie die Box niemals auf den Boden, sondern immer erhöht ab. Wenn kein freier Stuhl zur Verfügung steht, behalten Sie sie auf dem Schoß. So bringen Sie Ihre Katze auf Augenhöhe mit Hunden und Kindern, die in einem unbemerkten Augenblick zu nah kommen könnten.


Wie Sie im Behandlungszimmer Stress vermeiden können:

Im Idealfall wird Ihnen schon zu Beginn angeboten, die Transportbox auf dem Behandlungstisch, also wiederum erhöht, abzustellen. Nehmen Sie die Decke von der Box, damit die Katze ihre Umgebung abchecken kann. Lassen Sie die Decke aber in der Nähe, damit der gewohnte Geruch erhalten bleibt.

Der / Die verantwortungsbewusste Tierarzt / Tierärztin nimmt sich Zeit für Sie. Er / Sie wird zunächst nur die Türe der Transportbox öffnen und Ihrer Katze die Gelegenheit geben, eigenständig aus der Box zu kommen, während er/sie mit Ihnen den Grund Ihres Besuchs bespricht. Der Behandlungsraum sollte ohnehin katzensicher sein und Fenster sowie Türen geschlossen sein. Manche Katzen bleiben lieber in ihrer sicheren Box, während andere es gar nicht erwarten können, die neue Umgebung zu erkunden und zu beschnuppern. Letzteres sollte man ein paar Minuten zulassen, denn auch das entstresst die Situation.

Eine jährliche Kontrolluntersuchung dauert meist nur wenige Minuten. Mit geübten Handgriffen werden Augen, Ohren, Maulraum inklusive Zähne kontrolliert, Herz und Lunge abgehört, der Bauchraum abgetastet, Fieber gemessen und zuletzt bei Bedarf die Spritze verabreicht. Sodann ist alles schon wieder überstanden und es geht wieder zurück in die Box und nach Hause.


Nach dem Tierarztbesuch - endlich wieder daheim

Auch wenn sich die Katze noch so kooperativ gezeigt hat, war der Tierarztbesuch eine aufregende Situation für sie, daher sollten Sie, zuhause angekommen, die Boxentüre öffnen und die Katze erstmal in Ruhe lassen, bis sie von sich aus wieder den Kontakt sucht.

Vorsicht ist im Mehrkatzenhaushalt geboten, wenn nicht die ganze Bande in der Tierarztpraxis war, denn die Katze bringt fremde Gerüche von draußen mit und könnte daher angefeindet werden. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Katze zunächst in einem separaten Raum „ankommen“ zu lassen und ein bisschen Zeit verstreichen lassen, damit sie den gewohnten Geruch wieder annehmen kann.

 

Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie mich - ich berate Sie gerne!

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